Zum Anfang!

"Sushi in Suhl" folgt nicht dem Stil üblicher Ostkomödien. In unserem Film geht es weder um „Ossis“ noch um „Ostalgie“. „Suhsi in Suhl“ ist ein Film über Rolf Anschütz und seinem abenteuerlichen Leben, eine deutsch-deutsche Geschichte, eine Tragikkomödie um einen Menschen, der durch Zufall einen Mechanismus in Bewegung gesetzt hat, den er selbst nicht mehr stoppen und nicht immer kontrollieren konnte.

"Sushi in Suhl" ist kein politischer Film. Er ist weder ein Film über die DDR noch über Deutschland. Im Mittelpunkt steht Rolf Anschütz, Koch und Gastronom aus Leidenschaft wie er selbst über sich sagte, ein Mensch der nie seinen Lebensmut verlor, jeder Niederlage etwas Positives abgewinnen konnte und zu dem stand was er machte. Gleichzeitig war Anschütz aber auch eine tragische Figur, der seinen beruflichen Erfolg mit dem Auseinanderbrechen seiner Familie bezahlte hat und bis zuletzt davon überzeugt war, das er mit dem Konzept des „Waffenschmied“ auch außerhalb der DDR den gleichen Erfolg gehabt hätte.

Im „Waffenschmied“ trafen sich Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, aus Ost wie aus West. Hier entstanden Liebesbeziehungen, hier wurde Politik gemacht und Geschäfte abgeschlossen – nicht mehr aber auch nicht weniger!

Unsere Geschichte ist „universell“, es ist die Geschichte eines Mannes, der glaubte einen Traum verwirklichen zu müssen, den er eigentlich gar nicht hatte. Am Ende musste er erkennen, dass er sich und seine Familie nur selbst belogen hatte. Rolf Anschütz war nicht der „dreiviertel Japaner“ für den er sich gerne hielt. Als er auf dem Höhepunkt seines Erfolges stand und endlich in das Land reisen kann, dessen Kultur er seit Jahren seinen Landsleuten in der DDR vermittelte, musste er erkennen, dass das Land seiner Träume seine Heimat ist. In Japan hätte er niemals leben können. Rolf Anschütz hielt den „Waffenschmied“ für die Verwirklichung eines Traums, für viele seiner Gäste ein Abenteuerspielplatz und einmaliges Erlebnis und für die HO und die Partei die ideale Möglichkeit Geld zu verdienen und gleichzeitig etwas für die Völkerverständigung zu tun.